Bauherrnhaftpflicht

Die Bauherrnhaftpflichtversicherung bietet Versicherungsschutz gegen gesetzliche Haftpflichtansprüche auf Grund der Verletzung von sog. Verkehrssicherungspflichten also beispielsweise dem Fehlen von Hinweisschildern oder auch eine schlechte Beleuchtung bei der Durchführung eigener Bauvorhaben.

Der Bauherr hat seine Baustelle ordnungsgemäß abzusichern, sodass sich niemand dort verletzen kann. Hat der Bauherr keinen Architekten oder keine andere Person mit der Überwachung der Verkehrssicherungsmaßnahmen beauftragt, hat er das Risiko selber zu tragen. In der Privat-, Betriebs-, Haus und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist diese Deckung oftmals enthalten, meist aber auf eine geringe Bausumme begrenzt, wird diese überschritten, ist der Abschluss einer gesonderten Bauherrnhaftpflichtversicherung erforderlich, um das Vermögen des Bauherrn vor berechtigten und unberechtigten Ansprüchen Dritter zu schützen.

Folgende Fälle sind denkbar, spielende Kinder gelangen auf das Baugrundstück und verletzen sich beim spielen, wer glaubt, Eltern haften für ihre Kinder, ist hier im Irrtum, der Bauherr haftet für die ordnungsgemäße Absperrung seiner Baustelle, werden Dritte, in dem Fall die Kinder, geschädigt, haftet der Bauherr für deren Sach- und Personenschaden, in unbegrenzter Höhe.

Stellt der Bauherr beispielsweise ein Gerüst auf, welches bei einem Sturm umfällt und parkende Autos beschädigt, haftet der Bauherr auch hierfür, es sei denn, er hat eine Firma mit der Aufstellung beauftragt, das entbindet ihn aber nicht von seiner Kontrollpflicht, offensichtliche Mängel bei der Aufstellung müssen auch ihm auffallen, selbst hierbei kann ihn ein Verschulden treffen, ist er dann als Bauherr nicht versichert, zahlt er den Schaden aus seinem privaten Vermögen, bzw. muss die Kosten für die Abwehr eventuell unberechtigter Ansprüche selber tragen.