Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist sicherlich eine der wichtigsten Policen, die schon in sehr jungen Jahren abzuschließen ist. Sie schützt die versicherte Person vor den finanziellen Folgen, wenn diese durch Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage ist, den ausgeübten Beruf zu mehr als 50% auszuüben. Hier drohen sehr schnell finanzieller Absturz und Ruin. Leider haben zu wenige Menschen diese zwar nicht unbedingt günstige aber sehr notwendige Absicherung, der Staat zieht sich aus dieser finanziellen Absicherung immer weiter zurück, Private Vorsorge ist ein Muss!

Versicherung vor Berufsunfähigkeit

„Das kann mir doch nicht passieren“ ist eine riskante Einstellung, wenn es um das Thema Berufsunfähigkeit geht. Nach einer Statistik der gesetzlichen Rentenversicherungsträger muss jeder fünfte Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden, weil Körper oder Seele nicht mehr mitmachen. Meist trifft es Menschen im Alter zwischen 50 und 55 Jahren. Aber auch die Jüngeren sind nicht vor Berufsunfähigkeit gefeit: Knapp zehn Prozent der Fälle sind unter 40 Jahre.

Staatliche Unterstützung gekürzt

2001 wurden die gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrenten für alle, die ab dem 1. Januar 1961 geboren sind, gestrichen und durch neue Erwerbsminderungsrenten ersetzt. Dies bedeutet: Wer seinen Beruf nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben kann, wird uneingeschränkt auf eine andere Tätigkeit verwiesen. Ein Bankangestellter erhält beispielsweise keinen Cent mehr aus der Rentenkasse, wenn er noch als Nachtwächter arbeiten kann.

Rente nur in den härtesten Fällen

Die volle gesetzliche Rente bekommt nur, wer weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann. Die halbe Rente wird bei weniger als sechsstündiger Arbeitsfähigkeit pro Tag gezahlt. Für Betroffene, die vor dem 1. Januar 1961 geboren sind, gilt eine günstigere Regelung. Sie erhalten die Erwerbsminderungsrente , allerdings deutlich gekürzt im Vergleich zur ursprünglichen Berufsunfähigkeitsrente.

Versorgungslücken schließen

Da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu halten, ist privater Schutz unerlässlich. Die versicherte Rente sollte sich am Nettoeinkommen orientieren. Zudem sollten Gehaltssteigerungen und die Wirkungen der Inflation berücksichtigt werden. Dafür lässt sich beispielsweise eine sogenannte Dynamik vereinbaren: Dann steigt mit dem Versicherungsbeitrag auch die versicherte Berufsunfähigkeitsrente im Laufe der Jahre automatisch. Gesundheitsfragen korrekt beantworten

Wer eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss Auskunft über seinen aktuellen Gesundheitszustand geben. Die Versicherer sind dazu berechtigt, ihren Kunden eine Reihe von Gesundheitsfragen zu stellen – etwa zu Vorerkrankungen, Arztbesuchen oder etwaigen chronischen Leiden. Diese Fragen gilt es, ehrlich zu beantworten. Erweisen sich Angaben als falsch, kann die Versicherung im Fall der Berufsunfähigkeit die Leistungen verweigern.

Allgemeine Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung Bei den Tipps und Informationen auf diesen Seiten handelt es sich um allgemeine Hinweise zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Die rechtsverbindlichen Bestimmungen entnehmen Sie bitte den Geschäftsbedingungen Ihres Versicherers.