Die private Haftpflichtversicherung

Die Versicherung, die jeder haben sollte. Ihre Daseinsberechtigung ergibt sich aus dem § 823 BGB (wie auch viele andere Haftpflichtversicherungen), dieser sagt aus, wer einem Dritten einen Schaden zufügt, haftet in unbegrenzter Höhe. Die private Haftpflichtversicherung ist also die Grunddeckung für jeden, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder beim Sport, jeder kann jederzeit einem anderen, durch Unvorsichtigkeit, bis hin zur groben Fahrlässigkeit, einen Schaden zufügen, sei es beispielsweise das nichtbeachten einer roten Ampel als Fahrradfahrer, wobei ein Fußgänger zu Schaden kommt oder das einschlafen mit brennender Zigarette, wodurch Nachbarn beim Feuer massiv geschädigt werden, die private Haftpflichtversicherung springt ein, bezahlt berechtigte Ansprüche, gleichzeitig wehrt sie unberechtigte Ansprüche aber auch ab, hat also eine sog. passive Rechtsschutzfunktion, Ihr Kind hat beispielsweise eine Fensterscheibe kaputt gemacht, der Geschädigte möchte nun alle Fenster seines Hauses ersetzt haben

Ob es um die beschädigte Stereoanlage des Freundes, den vom Hund gebissenen Briefträger oder einen angefahrenen Fußgänger geht: Wer einen Schaden anrichtet, muss dafür haften. Und zwar in unbegrenzter Höhe und lebenslang. Im Bürgerlichen Gesetzbuch steht: "Jeder, der das Eigentum, die Gesundheit oder das Leben eines anderen verletzt, muss Schadenersatz leisten". Wer aus Unachtsamkeit einen Menschen so schwer verletzt, dass er nicht mehr arbeiten kann, muss mit Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe rechnen. Diese finanziellen Risiken deckt eine private Haftpflichtversicherung ab. Sie sollte auf keinem Fall im Haushalt fehlen.